Yves Grevet: Méto-Das Haus

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Rezension zu Yves Grevets dystopischem Jugendroman Méto – Das Haus

Eine Buchbesprechung von Friederike

Méto – Das Haus ist der Auftakt zur Trilogie des französischen Autors Yves Grevet, welchen ich an nur einem Tag verschlungen habe. Schuld daran ist der fesselnde Aufstand von Méto.

Wie und warum er in das Haus gekommen ist, weiß er nicht. Was vor seinem Leben in dem Haus war, weiß er auch nicht. Niemand von den 64 Jungen weiß das. Ihre Bewacher, Cäsaren genannt, zeigen ihnen ab und zu einen Film, in dem die Jungen schmutzig und frierend in dunklen Höhlen lebten, bevor sie von den Soldaten gerettet wurden. Doch Méto zweifelt am Wahrheitsgehalt des Films. Manche Jungen behaupten, sie hätten eine Erinnerung an etwas, das sie Mutter genannt haben.Als Méto beginnt Nachforschungen anzustellen, stellt er fest, dass er nicht der Einzige ist, der an den Aussagen der Cäsaren zweifelt. Er findet Verbündete, die das gleich Ziel verfolgen: die Cäsaren zu stürzen und das Haus zu übernehmen. Doch die Cäsaren haben überall ihre Spione…

Die Geschichte ist sehr einfach geschrieben und eher kindlich erzählt, was daran liegen mag, dass Méto selbst noch recht jung ist, obwohl er mit seinen geschätzen 14 Jahren zu den ältesten Jungen im Haus gehört. Die Kinder mit ihrem mangelnden Wissen von der Welt wirken oft sehr naiv. Sie haben beispielsweise keine Ahnung davon, was eine Familie ist, oder wie ein weiblicher Mensch aussieht. Die Geschichte an sich ist allerdings weniger kindlich. Im Kontrast zu der Naivität der Jungen steht die Brutalität der Cäsaren, mit der sie die Kinder behandeln. Wer nicht gehorcht, wird in die Kühlkammer gesperrt, wer sein Bett zerbricht und somit zu groß für das Haus geworden ist, wird von den Soldaten in einen Sack gesteckt und weggeschleppt.Yves Grevet erzählt eine sehr spannende, mysteriöse und kurzweilige Geschichte, die einen nicht mehr loslässt und mich vor Neugier ungeduldig auf den Nachfolger warten lässt. Es wird eine Frage nach der anderen aufgeworfen: Zu welchem Zweck werden die Jungen in dem Haus gefangen gehalten? Warum werden sie mit Medikamenten absichtlich am Wachsen gehindert? Wer steckt hinter dem Ganzen? Leider beantwortet dieser Auftaktband nur wenige davon, weshalb ich am Ende etwas unbefriedigt zurückgeblieben bin. Ich bin mir aber sicher, dass der Nachfolger Méto – Die Insel mehr Licht ins Dunkel bringen wird.

Fazit

So kann ich eigentlich nur kritisieren, dass Yves Grevets Jugendroman Méto – Das Haus zu kurz war. Mit nur 218 Seiten ist die Geschichte leider viel zu schnell rum und der Nachfolger kann für mich gar nicht schnell genug kommen.