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	<title>Dystopische Literatur</title>
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	<description>Literarische Dystopien und Katastrophenszenarien</description>
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		<title>Ronald Wright: Die Schönheit jener fernen Stadt</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 17:23:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<table cellpadding='10'><tr><td valign='top' align='left'><p>Categories: <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/" title="Alle Artikel in nach Typ des Werkes ansehen" rel="category tag">nach Typ des Werkes</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/postapokalyptische-romane/" title="Alle Artikel in Postapokalyptische Romane ansehen" rel="category tag">Postapokalyptische Romane</a></p><p>Tags: <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/grosbritannien/" rel="tag">Großbritannien</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/klimaveranderung-klimaerwarmung-umweltzerstorung-treibhauseffekt/" rel="tag">Klimaveränderung Klimaerwärmung Umweltzerstörung Treibhauseffekt</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/london/" rel="tag">London</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/seuche/" rel="tag">Seuche</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/virus/" rel="tag">Virus</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/zeitreise/" rel="tag">Zeitreise</a></p>Auf den Spuren von H. G. Wells: Ronald Wrights Zeitreise &#8216;Die Schönheit jener fernen Stadt&#8217; Eine Buchbesprechung von Rob Randall Weitgehend unbemerkt erschien 2008 in Deutschland Ronald Wrights Roman Die Schönheit jener fernen Stadt, der als Fortsetzung von H. G. Wells berühmter Zeitmaschine im englischsprachigen Raum ein Jahr zuvor durchaus einige Erfolge verbuchen konnte. Nun ist das Anknüpfen an eine &#8230;<br /> <a href="http://dystopischeliteratur.org/2012/03/05/ronald-wright-die-schonheit-jener-fernen-stadt/">Den ganzen Artikel lesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><table width='100%'><tr><td align=right><p><b>(<a href='http://dystopischeliteratur.org/2012/03/05/ronald-wright-die-schonheit-jener-fernen-stadt/' title='Ronald Wright: Die Schönheit jener fernen Stadt'>Read more...</a>)</b></p></td></tr></table></td></tr></table>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: center;">Auf den Spuren von H. G. Wells: Ronald Wrights Zeitreise &#8216;Die Schönheit jener fernen Stadt&#8217;</h1>
<h2 style="text-align: center;">Eine Buchbesprechung von Rob Randall</h2>
<p style="text-align: justify;"><img class="cover alignleft" title="Wright-Schönheit" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Wright-Schönheit.jpg" alt="" width="193" height="300" />Weitgehend unbemerkt erschien 2008 in Deutschland <em>Ronald Wrights</em> Roman <em>Die Schönheit jener fernen Stadt</em>, der als Fortsetzung von H. G. Wells berühmter <a title="H. G. Wells: Die Zeitmaschine" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/04/16/h-g-wells-die-zeitmaschine/">Zeitmaschine</a> im englischsprachigen Raum ein Jahr zuvor durchaus einige Erfolge verbuchen konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun ist das Anknüpfen an eine derart berühmte Vorlage durchaus heikel. Nicht umsonst waren die ersten  Fortsetzungen von<em> The Time Machine</em> wie <em>Egon Friedells Die Rückkehr der Zeitmaschine</em> und <em>Wilhelm Bastinés Die wiedergefundene Zeitmaschine</em> eher humoristisch-satirischer Natur. Letzteres trifft auf <em>Wrights</em> <em>Scientific Romance</em>, obwohl auch hier die Zeitmaschine zurückkehrt und die Kommentare des Ich-Erzählers den Leser durchaus hin und wieder schmunzeln lassen, allerdings nicht zu.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Der Inhalt</h3>
<p style="text-align: justify;">Der Beginn des Romanes dürfte die meisten Leser zunächst einmal irritieren. Während <em>Wells</em> Protagonist vornehmlich Interesse an der Zukunft zeigt, besitzt für <em>Wrights</em> Helden <em>David Lambert</em> die Vergangenheit &#8211; nicht nur weil er Historiker und Wells-Experte ist, eine besondere Bedeutung: Dementsprechend berichtet er seinem alten Studienfreund <em>Bird</em> in jenem Brief, der den ersten &#8211; höchst sehnsuchtsvollen &#8211; Teil des Romanes bildet, zum einen von einer merkwürdigen Botschaft aus der Zukunft respektive Vergangenheit, die ihn in den Besitz der Zeitmaschine gebracht hat, und zum anderen arbeitet er auch die zunehmende Entfremdung zwischen sich, dem Adressaten und ihrer ehemaligen gemeinsamen Freundin <em>Anita</em> auf, die er trotz seiner Gefühle jahrelang aus den Augen verloren und von deren Tod durch die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit er nun erfahren hat. Ebenfalls infiziert will er in der Hoffnung auf Heilung in die Zukunft reisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Jahre 2500 angekommen findet <em>David</em> ein menschenleeres und von tropischischen Pflanzen und Tieren beherrschtes London vor. Die eindrucksvollen Beschreibungen der verwilderten Landschaft und der städtischen Ruinen sind dabei zunehmend von wachsenden Gefühlen der Einsamkeit geprägt, die auch die Bekanntschaft zu einem höchst friedlichen Panther nicht dauerhaft verhindern kann. Auf der Suche nach weiteren Überlebenden verlässt er die deprimierende Metropole und macht sich auf den Weg nach Norden &#8211; nicht ohne Plätze seiner Kindheit aufzusuchen und erste Hinweise auf die Ursachen des Unterganges der Zivilisation zu finden. Als er paradoxerweise an den Ufern von Loch Ness eine primitive Stammesgemeinschaft von dunkelhäutigen Schotten findet, erschließen sich ihm nach und nach die Gründe für das Ende der bekannten Welt: Der Creuzfeldt-Jakob-Krankheit folgten weitere Seuchen nach, die in Kombination mit einem drastischen Klimawandel den Untergang herbeigeführt haben, den auch die drastischen Maßnahmen eines Regimes nicht verhindern konnten. Eine Heimat findet <em>David</em> jedoch bei den letzten Menschen Englands nicht mehr &#8211; wie sie einst sieht er sich Anfeindungen und Intrigen ausgesetzt, die ihn zur erneuten Reise durch die Zeit veranlassen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Durch die romantische Brille gesehen</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>Wrights</em> Roman ist eine höchst bunte Mischung geworden &#8211; das wird nicht jedem Fan des Genres gefallen. Vor allem der erste, über weite Strecken sehr reflexive Teil zeigt, dass Wright einfach mehr wollte als ein weiteres postapokalyptisches Abenteuer zu erzählen. Die emotionale Tiefe des Werkes gründet sich vor allem auf diese ersten Seiten, die vor trotz humoriger Momente vor allem von der Sehnsucht betimmt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Das anschließende Last-Man-Szenario lebt stark von seinen Beschreibungen, die trotz ihrer deutlichen romantischen Stilisierung eher zu den besseren des Genres gehören und jene trostlose Stimmung vermitteln, die man hier einfach erwartet; sie wiegen die naturgemäße Handlungsarmut dieses höchst atmosphärischen Abschnittes bei weitem auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Eher schwach sind die Abenteuer des Helden in den schottischen Bergen geraten. Die Versuche <em>Wrights</em>, durch groteske Details zu verbergen, dass das meiste einem doch irgendwie bekannt vorkommt, schlagen fehl &#8211; auch wenn sie nicht wenig zur Atmosphäre des Schlusses beitragen: Erfolgreich führt <em>Wright</em> vor, wie unsere vermeintlichen kulturellen und technologischen Errungenschaften genauso vergehen wie unsere absolut geglaubten Werte. Nach den letzten Seiten kehrt der Leser dementsprechend auch mit einem bedrückenden nihilistischen Gefühl von Verlorenheit angesichts der Zeit und der sinnentleerten Geschichte in seine eigenes Jahrhundert zurück. Das vermag durchaus nicht jeder Roman des Genres &#8211; und macht <em>Die Schönheit jener fernen Stadt</em> durchaus lesenswert.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>Ronald Wrights</em> atmosphärischer und streckenweise etwas handlungsarmer Roman <em>Die Schönheit jener fernen Stadt</em> wird sicher kein Klassiker werden wie <em>H. G. Wells Zeitmachine</em> &#8211; aber er vermittelt insgesamt jene romantisch-düstere Stimmung, die man sich von einem postapokalyptischen Roman, der vom potentiell letzten Menschen und der Zeit nach unserer Zeit erzählt, wünscht. Die motivischen Seufzer der Romantik, die <em>Wright</em> hier noch einmal erklingen lässt, verfehlen ihre Wirkung auf den Leser auch im 21. Jahrhundert nicht.</p>
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		<title>Matthias Horx: Glückliche Reise. Roman zwischen den Zeiten</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 08:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<table cellpadding='10'><tr><td valign='top' align='left'><p>Categories: <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/dystopien/" title="Alle Artikel in Dystopien ansehen" rel="category tag">Dystopien</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-bewertung/mittelfeld/" title="Alle Artikel in Mittelfeld ansehen" rel="category tag">Mittelfeld</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-bewertung/" title="Alle Artikel in nach Bewertung ansehen" rel="category tag">nach Bewertung</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/" title="Alle Artikel in nach Typ des Werkes ansehen" rel="category tag">nach Typ des Werkes</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/postapokalyptische-romane/" title="Alle Artikel in Postapokalyptische Romane ansehen" rel="category tag">Postapokalyptische Romane</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/" title="Alle Artikel in Rezensionen ansehen" rel="category tag">Rezensionen</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/uncategorized/" title="Alle Artikel in Uncategorized ansehen" rel="category tag">Uncategorized</a></p><p>Tags: <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/atombombe-atomkrieg/" rel="tag">Atombombe Atomkrieg</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/atomkrieg/" rel="tag">Atomkrieg</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/bundesrepublik-deutschland-b-r-d/" rel="tag">Bundesrepublik Deutschland B.R.D.</a></p>Rezension zu Matthias Horx&#8217; Glückliche Reise. Roman zwischen den Zeiten Eine Buchbesprechung von Rob Randall Denjenigen von euch, die sich schon länger mit dem Thema auseinandersetzen, wird das Jahr 1983 schon als das Jahr bekannt sein, in dem die meisten deutschen literarischen Auseinandersetzungen mit dem Atomtod &#8211; und der Zeit danach &#8211; erschienen. Neben Anton Guhas Ende, Dieter Königs Feuerblumen &#8230;<br /> <a href="http://dystopischeliteratur.org/2012/03/04/matthias-horx-glucklich-reise-roman-zwischen-den-zeiten/">Den ganzen Artikel lesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><table width='100%'><tr><td align=right><p><b>(<a href='http://dystopischeliteratur.org/2012/03/04/matthias-horx-glucklich-reise-roman-zwischen-den-zeiten/' title='Matthias Horx: Glückliche Reise. Roman zwischen den Zeiten'>Read more...</a>)</b></p></td></tr></table></td></tr></table>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: center;">Rezension zu Matthias Horx&#8217; Glückliche Reise. Roman zwischen den Zeiten</h1>
<h2 style="text-align: center;">Eine Buchbesprechung von Rob Randall</h2>
<p style="text-align: justify;"><img class="cover alignleft" title="Horx-Reise" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Horx-Reise.jpg" alt="" width="182" height="300" />Denjenigen von euch, die sich schon länger mit dem Thema auseinandersetzen, wird das Jahr 1983 schon als das Jahr bekannt sein, in dem die meisten deutschen literarischen Auseinandersetzungen mit dem Atomtod &#8211; und der Zeit danach &#8211; erschienen. Neben <em>Anton Guhas</em> <a title="Anton Andreas Guha: Ende. Tagebuch aus dem 3. Weltkrieg" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/07/30/anton-andreas-guha-ende-tagebuch-aus-dem-3-weltkrieg/">Ende</a>, <em>Dieter Königs</em> <a title="Dieter König: Feuerblumen" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/02/19/dieter-konig-feuerblumen/">Feuerblumen </a>und <em>Udo Rabschs</em> <a title="Udo Rabsch: Julius oder Der Schwarze Sommer" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/04/03/udo-rabsch-julius-oder-der-schwarze-sommer/">Julius oder der Schwarze Sommer</a> gehört auch <em>Matthias Horx&#8217; Glückliche Reise. Roman zwischen den Zeiten</em> zu diesen Werken. Aufbau und Inhalt des Romans machen deutlich, wie schwierig es Anfang der 80er Jahre gewesen sein muss, einen intellektuellen Beitrag zum Nuklearkrieg- bzw. Utopie-Diskurs zu leisten &#8211; denn das will der Text sein.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Rituelle Umkreisungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Eingeteilt ist der Text in 3 <em>Kreisläufe</em>: Die 12 Kapitel aus <em>Grünes Land</em> wechseln streng zwischen auktorialem Er- und personalem Ich-Erzähler, wobei dieses für den vorgeschalteten <em>Prolog</em> und das 13. Kapitel nicht gilt. Der <em>Kreislauf</em> <em>Dunkle Stadt</em> ist in 4 <em>Sequenzen</em> geteilt: <em>Randbezirk</em>, <em>Frohes Fest,</em> <em>Ganz tief unten</em> und <em>Das Projekt</em>. Die Kapitelzahlen nehmen hier linear ab: 12, 8, 4, 0. Der auf das Ende zustrebende Kreislauf <em>Zone</em> zählt in 21 Kapiteln einen 24-tägigen Countdown bis zum erneuten Start einer Atomrakete herunter. Auch wenn diese Struktur, wie <em>Hans Krah</em> feststellt, <em>wenig funktional</em> und <em>aufgesetzt</em>* erscheinen mag &#8211; diese angestrengt wirkende Ritualisierung von Erzähl- und Zeitstrukturen <em>postuliert</em> nicht nur <em>Offenheit und Distanz</em>, sondern ist bestrebt den hier thematisierten Kern des utopischen Diskurses formal abzusichern: Denn im Zentrum der Umkreisung steht neben der eigentlichen utopischen Aporie die Frage, wie die ewige Wiederkehr des Verhängnisses, die so auch durch die äußere Form des Textes nahegelegt wird, verhindert werden kann.**</p>
<h3 style="text-align: justify;">Zwei Welten</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Handlung des Romanes setzt 2016, 18 Jahre nach dem Atomkrieg, ein. Während im einen (ländlichen) Teil des Landes Forschung und Entwicklung von Technik von einflussreichen <em>transformatorischen Orden</em> mit zahlreichen Tabus belegt sind, scheinen im anderen (städtisch geprägten Teil) Bemühungen getroffen zu werden, an die technologische Vorkriegsmarke anzuknüpfen. Der Protagonist <em>Jonathan</em>, der sich im ersten Kreislauf schon aufgrund aufgrund des Baues einer Flugmaschine fanatischen Anfeindungen seitens der ansässigen Bevölkerung ausgesetzt sieht, überschreitet nach Hinweisen einer Angehörigen des Ordens im zweiten Teil die Grenze zum städtischen Bereich und verdingt sich als Arbeiter unter menschenunwürdigen Verhältnissen in den neuentstandenen Fabriken. Als er feststellt, dass die Herrschenden offensichtlich an einem Raumschiff namens <em>Terra 2</em> arbeiten, wird er enttarnt. Mit einigen strahlengeschädigten jungen <em>Schildkröten</em> &#8211; Angehörigen einer Gruppe aus dem Grenzbereich, die er bei seinem Übertritt in die Fabrikzone kennen gelernt hat und ihn nun befreien konnten &#8211; sowie seiner Freundin aus dem transformatorischen Orden macht er sich in einem gepanzerten Fahrzeug in die stark verstrahlte<em> Zone</em> auf, um von dort aus mittels einer Atomrakete den Bau bzw. Start von <em>Terra 2</em> zu verhindern &#8211; und die technologischen Entwicklungen der Fabrikzone insgesamt zu stoppen. Unter paradoxen Vorzeichen wiederholt sich die Geschichte &#8211; um zu verhindern, dass sie sich wiederholt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Aporie der Utopie</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>Hans Krah</em> stellt richtig fest, dass die Widersprüche und Paradoxien, die utopischen Entwürfen inhärent sind, im transformatorischen Orden zum Programm erhoben werden. Horx&#8217; begrenzter utopischer Entwurf berücksichtigt insofern den Diskurs und versucht sich selbstreflexiv gegen Kritik zu immunisieren. Deutlich wird dieses in zahlreichen einmontierten Ausschnitten aus der theoretischen Schriften, die zum einen sprachlich den Vorkriegsdiskurs abbilden und zum anderen deutlich machen, dass der Kampf gegen die comuterisierte Hochtechnologie auf Überlegungen basiert, die schon vor 1998 entstanden sind:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Aus Freimuth J. Webers &gt;Kleine antipolitische Schriften vor dem Zusammenbruch&lt;, erstmals expediert anno MCMXCIV: Zum Problem des Autarkismus. Werden die heutigen transformatorischen Subsistenzgemeinschaften die Modelle der Zukunft nach dem Zusammenbruch sein? Werden wir das Ziel der kleinen Einheit, die sich vollkommen von der Megamaschine unabhängig macht, auf ewig aufrechterhalten? Die heutigen transformatorischen Zellkerne sind Übergangsformen. Je mehr der zivilisatorische Kern zerfällt, um so mehr werden sich die einzelnen Enklaven öffnen&#8230; Eine solche Vernetzung birgt zur Zeit noch die Gefahr, zivilisatorisch verfremdet zu werden. Noch ist die Sucht nach der Megamaschine zu stark. Das Prinzip des vollkommenen geschlossenen Kreislaufs ist im Augenblick eine Notwendigkeit, ein stilles Zeichen gegen den industriellen Größenwahn&#8230; Erst muss diese Phase durchlaufen sein, bevor wir uns komplexeren bioevolutionären Soziotopbalancen zuwenden können&#8230;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">So bemüht der Text insgesamt wirkt, so angestrengt klingen diese theoretischen Grundgedanken, welche neben der fiktiven Schrift <em>Metanoia</em> die Basis der <em>Umkehr</em>-Utopie bilden, auch. Sie verhindern auf einer Metaebene zudem, dass der Text unkritisch als unterhaltsame postnukleare Abenteuergeschichte gelesen werden kann &#8211; denn dieses wäre aufgrund der (bekannten) Handlungsstrukturen und Motive (als da wären: mutierte Tiere, von Traumata begleitete Besuche im Elternhaus, Fürsorge für Mitmenschen, verwilderte Jugendliche in den Ruinen der Großstädte, Flucht vor den Behörden und Fahrten im strahlensicheren Panzer, Bau eines Raumschiffes zur Flucht) &#8211; durchaus möglich gewesen.</p>
<h3 style="text-align: left;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;">Horx&#8217; Text<em> Glückliche Reise</em> ist sehr stark darauf bedacht, nicht als trivialisierender Roman, sondern als literarischer Beitrag zum Atomtod-Diskurs wahrgenommen zu werden. Der Autor entwirft eine utopische Vision, die zwar Kritik antizipiert und Widersprüche zum Programm macht, letztlich aber &#8211; aus nachvollziehbaren Gründen &#8211; keine akzeptable Lösung anbieten kann. Es bleiben also zahlreiche Fragezeichen &#8211; auch hinsichtlich der Zielsetzung des Romanes.</p>
<h6 style="text-align: justify;">*Hans Krah, Weltuntergangsszenarien und Zukunftsentwürfe. Narrationen vom &gt;Ende&lt; in Film und Literatur, Kiel, 2004, S. 323.</h6>
<h6 style="text-align: justify;">** Zu diesem Thema siehe auch: Wolfgang Braungart, Ritual und Literatur, Tübingen, 1996.</h6>
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		<title>Neuerscheinungen Januar bis März 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 12:56:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<table cellpadding='10'><tr><td valign='top' align='left'><p>Categories: <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/buchermarkt/" title="Alle Artikel in Büchermarkt ansehen" rel="category tag">Büchermarkt</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/buchermarkt/neuerscheinungen-2012/" title="Alle Artikel in Neuerscheinungen 2012 ansehen" rel="category tag">Neuerscheinungen 2012</a></p><p></p>Neuerscheinungen dystopieverdächtiger Romane von Januar bis März 2012 In den letzten 3 Monaten habe ich ein wenig die Übersicht über die Neuerscheinungen verloren. Wenn euch auffallen sollte, dass Romane fehlen, dann zögert nicht, die Kommentarfunktion zu benutzen Autor Stephan R. Bellem Titel Welt aus Staub Reihe &#8212; Verlag Ueberreuter Verlag Seiten 397 Preis 16,95 Euro ISBN 380009553X  Der Inhalt Im &#8230;<br /> <a href="http://dystopischeliteratur.org/2012/03/03/neuerscheinungen-januar-bis-marz-2012/">Den ganzen Artikel lesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><table width='100%'><tr><td align=right><p><b>(<a href='http://dystopischeliteratur.org/2012/03/03/neuerscheinungen-januar-bis-marz-2012/' title='Neuerscheinungen Januar bis März 2012'>Read more...</a>)</b></p></td></tr></table></td></tr></table>]]></description>
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<td valign="top" style="width: 640px;">
<h1 style="text-align: center;"><strong>Neuerscheinungen dystopieverdächtiger Romane von Januar bis März 2012</strong></h1>
</td>
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<p>In den letzten 3 Monaten habe ich ein wenig die Übersicht über die Neuerscheinungen verloren. Wenn euch auffallen sollte, dass Romane fehlen, dann zögert nicht, die Kommentarfunktion zu benutzen <img src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="wp-smiley" /> </p>
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<table class="rezensionstabelle">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Autor</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Stephan R. Bellem</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Titel</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Welt aus Staub</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Reihe</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">&#8212;</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Verlag</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Ueberreuter Verlag</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Seiten</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">397</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Preis</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">16,95 Euro</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">ISBN</td>
<td valign="top" style="width: 215px;">380009553X</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table class="inhaltsbeschreibung">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">
<h2 style="text-align: left;"> Der Inhalt</h2>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: justify; width: 640px;" valign="top">Im Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt, und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt; Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt; Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann; und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="cover" title="Roth-Bestimmung" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Roth-Bestimmung.jpg" alt="" width="188" height="300" /></p>
<table class="rezensionstabelle">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Autor</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Veronica Roth</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Titel</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Die Bestimmung</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Reihe</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Divergent (#1)</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Verlag</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">cbt</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Seiten</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">484</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Preis</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">17,99 Euro</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">ISBN</td>
<td valign="top" style="width: 215px;">978-3570161319</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table class="inhaltsbeschreibung">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">
<h2 style="text-align: left;">Der Inhalt</h2>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: justify; width: 640px;" valign="top">Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen … Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="cover" title="Schacht-Kyria" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Schacht-Kyria.jpg" alt="" width="200" height="300" /></p>
<table class="rezensionstabelle">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Autor</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Andrea Schacht</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Titel</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Kyria und Reb. Bis ans Ende der Welt</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Reihe</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Kyria und Reb (#1)</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Verlag</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Ink Verlag</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Seiten</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">381</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Preis</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">17,99 Euro</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">ISBN</td>
<td valign="top" style="width: 215px;">978-3863960162</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table class="inhaltsbeschreibung">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">
<h2 style="text-align: left;">Der Inhalt</h2>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: justify; width: 640px;" valign="top">Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Das geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems New Europe . Doch die 17-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebell aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt. Doch schon bald sind die Verfolger Kyria und Reb auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr, denn alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, werden von künstlich ausgelösten Seuchen bedroht. Auch Kyria gerät in den Verdacht, die friedliebenden Menschen des Reservats mit einer Masernepidemie zu vernichten. Zum Glück hat Kyria Freunde an ihrer Seite und einen jungen Rebellen, der ihr Herz berührt &#8230;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="cover" title="Price-Starters" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Price-Starters.jpg" alt="" width="188" height="300" /></p>
<table class="rezensionstabelle">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Autor</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Lissa Price</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Titel</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Starters</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Reihe</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">&#8212;</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Verlag</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">IVI Verlag</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Seiten</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">400</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Preis</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">15,99 Euro</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">ISBN</td>
<td valign="top" style="width: 215px;">978-3492702638</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table class="inhaltsbeschreibung">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">
<h2 style="text-align: left;">Der Inhalt</h2>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: justify; width: 640px;" valign="top">Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde &#8211; um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss &#8230;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="cover" title="Wrotschek-Piter" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Wrotschek-Piter.jpg" alt="" width="195" height="300" /></p>
<table class="rezensionstabelle">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Autor</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Schimun Wrotschek</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Titel</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Piter</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Reihe</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Metro 2033 Universum</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Verlag</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Heyne</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Seiten</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">624</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Preis</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">15,99 Euro</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">ISBN</td>
<td valign="top" style="width: 215px;">978-3453528932</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table class="inhaltsbeschreibung">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">
<h2 style="text-align: left;">Der Inhalt</h2>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: justify; width: 640px;" valign="top">Die letzten Menschen sind nicht allein. Es ist das Jahr 2033. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Auch Sankt Petersburg ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des U-Bahn-Netzes zurückgezogen und dort eine neue Zivilisation erschaffen. Eine Zivilisation jedoch, deren Existenz bedroht ist &#8230;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="cover" title="Condie-Die Flucht" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/03/Condie-Die-Flucht.jpg" alt="" width="197" height="300" /></p>
<table class="rezensionstabelle">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Autor</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Ally Condie</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Titel</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Die Flucht</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Reihe</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Kassia und Ky (#2)</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Verlag</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">Fischer</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Seiten</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">464</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">Preis</td>
<td valign="top" style="width: 195px;">16,99 Euro</td>
<td valign="top" style="width: 137px;"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="width: 66px;">ISBN</td>
<td valign="top" style="width: 215px;">978-3841421449</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table class="inhaltsbeschreibung">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">
<h2 style="text-align: left;">Der Inhalt</h2>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: justify; width: 640px;" valign="top">Nach ›Die Auswahl‹ von Ally Condie jetzt endlich der 2. Band der Bestsellerserie um Cassia &amp; Ky<br />
Wie durch ein Wunder gelingt Cassia die Flucht in die Äußeren Provinzen. Sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe.<br />
Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen brutalen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die wilden Canyons in den Grenzgebieten.<br />
Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensgefährlichen Weg.  Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky  –  sondern auch nach sich selbst.</td>
</tr>
</tbody>
</table>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dystopischeliteratur.org/2012/03/03/neuerscheinungen-januar-bis-marz-2012/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>John Wyndham: Wenn der Krake erwacht</title>
		<link>http://dystopischeliteratur.org/2012/02/26/john-wyndham-wenn-der-krake-erwacht/</link>
		<comments>http://dystopischeliteratur.org/2012/02/26/john-wyndham-wenn-der-krake-erwacht/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 16:49:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophenromane]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[nach Bewertung]]></category>
		<category><![CDATA[nach Typ des Werkes]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Aliens]]></category>
		<category><![CDATA[Atombombe Atomkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[gestoppter Golfstrom Ozean]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaveränderung Klimaerwärmung Umweltzerstörung Treibhauseffekt]]></category>

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		<description><![CDATA[<table cellpadding='10'><tr><td valign='top' align='left'><p>Categories: <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-bewertung/empfehlungen/" title="Alle Artikel in Empfehlungen ansehen" rel="category tag">Empfehlungen</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/katastrophenromane/" title="Alle Artikel in Katastrophenromane ansehen" rel="category tag">Katastrophenromane</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/klassiker/" title="Alle Artikel in Klassiker ansehen" rel="category tag">Klassiker</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-bewertung/" title="Alle Artikel in nach Bewertung ansehen" rel="category tag">nach Bewertung</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/" title="Alle Artikel in nach Typ des Werkes ansehen" rel="category tag">nach Typ des Werkes</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/" title="Alle Artikel in Rezensionen ansehen" rel="category tag">Rezensionen</a></p><p>Tags: <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/aliens/" rel="tag">Aliens</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/atombombe-atomkrieg/" rel="tag">Atombombe Atomkrieg</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/gestoppter-golfstrom-ozean/" rel="tag">gestoppter Golfstrom Ozean</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/grosbritannien/" rel="tag">Großbritannien</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/klimaveranderung-klimaerwarmung-umweltzerstorung-treibhauseffekt/" rel="tag">Klimaveränderung Klimaerwärmung Umweltzerstörung Treibhauseffekt</a></p>Rezension zu John Wyndhams Invasionsroman &#8216;Wenn der Krake erwacht&#8217; Eine Buchbesprechung von Rob Randall John Wyndham ging es nicht anders als vielen seiner Zeitgenossen zu Beginn des Kalten Krieges: Ihm hatten es Ufos und Invasionen fremder Intelligenzen einfach angetan. Wie schon in Es geschah am Tage X (1957) machen sich dementsprechend auch in Wenn der Krake erwacht (1953) Außerirdische daran, &#8230;<br /> <a href="http://dystopischeliteratur.org/2012/02/26/john-wyndham-wenn-der-krake-erwacht/">Den ganzen Artikel lesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><table width='100%'><tr><td align=right><p><b>(<a href='http://dystopischeliteratur.org/2012/02/26/john-wyndham-wenn-der-krake-erwacht/' title='John Wyndham: Wenn der Krake erwacht'>Read more...</a>)</b></p></td></tr></table></td></tr></table>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: center;">Rezension zu John Wyndhams Invasionsroman &#8216;Wenn der Krake erwacht&#8217;</h1>
<h2 style="text-align: center;">Eine Buchbesprechung von Rob Randall</h2>
<p style="text-align: justify;"><img class="cover alignleft" title="Wyndham-Krake" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Wyndham-Krake.jpg" alt="" width="182" height="300" /><em>John Wyndham </em>ging es nicht anders als vielen seiner Zeitgenossen zu Beginn des Kalten Krieges: Ihm hatten es Ufos und Invasionen fremder Intelligenzen einfach angetan. Wie schon in <a title="John Wyndham: Es geschah am Tage X" href="http://dystopischeliteratur.org/2012/02/26/john-wyndham-es-geschah-am-tage-x/">Es geschah am Tage X</a> (1957) machen sich dementsprechend auch in <em>Wenn der Krake erwacht</em> (1953) Außerirdische daran, unseren Planeten zu erobern &#8211; und wie in <a title="John Wyndham: Die Triffids" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/07/10/john-wyndham-die-triffids/">Die Triffids</a> (1951) gelingt es der menschlichen Spezies gerade noch einmal, die Angreifer &#8211; die diesmal allerdings den Umweg über das Meer wählen &#8211; abzuwehren.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie in <em>Es geschah am Tage X</em> schildert der Ich-Erzähler retrospektiv die sich über mehrere Jahre erstreckenden Ereignisse. Allerdings gelingt es <em>Wyndham</em> diesmal in viel besserem Maße, den Leser an den Text zu fesseln. Grund dafür ist zum einen die geradezu <em>Lovecraft&#8217;sche Erzählhaltung</em>, die in beängstigend ruhigem und reflektiertem Ton die verhängnisvollste Ereignisse wiedergibt und schon in den ersten Sätzen des Romanes deutlich zu Tage tritt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es ist merkwürdig, aber praktisch alle Leute behaupten von sich, verlässliche Augenzeugen zu sein &#8211; und doch kursieren oft die unterschiedlichsten Versionen von ein und dem selben Vorfall Beinahe die einzigen Menschen, die ich kenne und die Wort für Wort darin übereinstimmen, was sie in jener Nacht des 15. Juli beobachtet haben, sind Phyllis und ich. Und da Phyllis zufälligerweise meine Frau ist, erklärten die Leute später &#8211; hinter unserem Rücken natürlich, wie es so ihre freundliche Art ist -, sie hätte sich von mir etwas einreden lassen; ein Gedanke, der allerdings nur jemandem kommen kann, der Phyllis nicht kennt. Folgende Tatsachen stehen fest: die Zeit, nämlich 23.15 Uhr; der Ort: 35° nördlicher Breite, ungefähr 24° westlicher Länge; das Schiff: Die Guinivere; Anlass und Gelegenheit: unsere Hochzeitsreise.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ausgehend von den sich seit 1947 häufenden UFO-Sichtungen entwirft <em>Wyndham</em> ein schleichendes Invasionsszenario, das sich zwar explizit von Wells <a title="H. G. Wells: Krieg der Welten" href="http://dystopischeliteratur.org/2010/10/04/h-g-wells-krieg-der-welten/">Krieg der Welten</a> absetzen will, dennoch aber, wie <a title="Rezensin von Michael Drewniok zu John Wyndhams Roman Wenn der Krake erwacht" href="http://www.phantastik-couch.de/john-wyndham-kolonie-im-meer.html">zurecht angemerkt worden ist</a>, stark an diesen berühmten Vorgänger erinnert. Und das nicht nur, weil die Invasoren, die sich zu Beginn noch mit Tauchglocken und Hochseeschiffen zufrieden geben, bald mittels gepanzerter Fahrzeuge und Biotechnik Jagd auf die schmackhaften Bewohner der tropischen Küstengegenden machen. Die Schilderung dieser nächtlichen Angriffe durch die Augen des Ich-Erzählers, der als Journalist vor Ort ist, gehört mit Sicherheit zu den stärksten Stellen des Romans und besitzt &#8211; nicht nur aufgrund des Alters des Textes &#8211; eine Menge Charme.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Eine schleichende Apokalypse</h3>
<p style="text-align: justify;">Streckenweise kriecht die Handlung des Romans allerdings genauso langsam ihrem Höhepunkt entgegen wie die rätselhaften Aliens ihrem Frühstück &#8211; und das obwohl vor allem die Amerikaner schnell mit energischen aber vergeblichen Maßnahmen zur Hand sind (und da der Roman in den 50ern verfasst wurde, versteht man darunter den Einsatz von Atombomben).  Unter der Untätigkeit und Borniertheit der englischen Behörden sowie der Bevölkerung leiden eben nicht nur der Protagonist und seine Frau, sondern auch nach und nach der Leser. Dieser Eindruck verstärkt sich zudem noch, wenn ein weiser Professor in geradezu prophetischer Weitsicht immer wieder die nächsten Schritte der Invasoren voraussagt, die Öffentlichkeit aber stets und immer wieder nicht auf den bemitleidenswerten Rufer in der Wüste hören will.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wyndham</em> entschädigt den Leser dafür später wieder mit einem bemerkenswert gelungenem Untergangsszenario  &#8211; und letzteres ist im wortwörtlichen Sinne zu verstehen. Denn wie in <a title="Frank Schätzing:  Der Schwarm" href="http://dystopischeliteratur.org/2010/06/27/frank-schatzing-der-schwarm/">Der Schwarm</a> beginnen die evolutionären Gegner der Menscheit am Klima herumzuspielen und schmelzen nach und nach mittels fortgeschrittener Technik (was in den 50ern Atomkraft bedeuten soll) die Polkappen ab. Im Vergleich mit<em> Stephen Baxters</em> <a title="Stephen Baxter: Die letzte Flut" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/01/27/stephen-baxter-die-letzte-flut/">Die letzte Flut</a> beweist <em>Wyndhams</em> Text, dass man das trostlose Szenario eines langsam in den Fluten versinkenden Londons auch mit wenigen Worten, dafür aber eindringlich und fesselnd beschreiben kann.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Am Ende lacht dem Sieger das Leben</h3>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><img class="" title="Krake" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Krake.jpg" alt="" width="240" height="160" /><p class="wp-caption-text">Genau so könnten sie aussehen - oder eben halt auch ganz anders (CC-By-SA 3.0)</p></div>
<p style="text-align: justify;">Dem Zeitgeist geschuldet ist (nach Millionen von Toten) natürlich das Happy-End, in welchem sich Deus-ex-Machina der <em>Homo sapiens sapiens</em> seiner zwei Adjektive im Kampf mit den Tiefseebewohnern doch noch als würdig erweist. Rätselnd bleibt der Leser nur hinsichtlich des (nicht nur deutschen) Titels zurück: Denn bezüglich des Aussehens des Feindes tappt er genauso im Dunkeln wie die Figuren. Dementspechend ist es nicht nur nachvollziehbar, sondern durchaus auch sinnvoll, dass die Neuauflage von <em>The Kraken wakes</em> unter dem Titel<em> Die Kolonie im Meer</em> erschienen ist. Auch wenn damit der vom Autor intendierte Bezug zu <em>Alfred Tennysons</em> Gedicht<em> The Kraken</em> verlorengeht.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>Wyndhams</em> Roman <em>Wenn der Krake erwacht</em> wird durchaus zurecht als ein Klassiker des Science Fiction, (genauer: des Subgenres der <a title="Alien-Invasion" href="http://dystopischeliteratur.org/katastrophenszenarien/alien-invasion/">Alieninvasion</a>) bezeichnet, selbst wenn er hier und da ein paar kleine Schwächen aufweist. In den 60 Jahren, die seit seiner Entstehung vergangen sind, hat er kaum etwas von seinem Charme verloren. Vielleicht ist sogar das Gegenteil der Fall.</p>
<h3 style="text-align: center;">Die Rezensionen zu folgenden Büchern könnten dich ebenfalls interessieren:</h3>
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		<title>John Wyndham: Es geschah am Tage X</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 11:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katastrophenromane]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: center;">Rezension zu John Wyndhams Invasionsroman &#8216;Es geschah am Tage X&#8217;</h1>
<h2 style="text-align: center;">Eine Buchbesprechung von Rob Randall</h2>
<p style="text-align: justify;"><img class="cover alignleft" title="Wyndham-Kuckuckskinder" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Wyndham-Kuckuckskinder.jpg" alt="" width="200" height="329" />Der erstmals 1957 erschienene Roman <em>The Midwitch Cuckoos</em> des britischen Autors<em> John Wyndham</em> ist ein gutes Beispiel dafür, wie man als Autor eine vielversprechende Idee, die durchaus geeignet ist, dem Leser wohlige Gruselschauer über den Rücken zu jagen, gekonnt kaputtschreiben kann.<em><br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die Handlung des Romanes, der unter dem Titel<em> Es geschah am Tage X</em> in einer älteren, und unter dem Titel <em>Kuckuckskinder</em> nun seit wenigen Jahren in einer neuen Übersetzung vorliegt, dürften den meisten aufgrund ihrer Verfilmung als <em>Das Dorf der Verdammten</em> bekannt sein:</p>
<h3 style="text-align: justify;">Der (eigentlich  vielversprechende) Inhalt</h3>
<p style="text-align: justify;">Rätselhafte Ereignisse hindern den Erzähler und seine Ehefrau daran, in ihren kleinen beschaulichen Wohnort Midwitch zurückzukehren, denn jenseits einer unsichtbaren und kreisförmig verlaufenden Barriere, deren Mittelpunkt ein seltsames Objekt bildet, schläft das Dorf einen Dornröschenschlaf. Der Erleichterung, als sich nach wenigen Stunden alles wieder zu normalisieren scheint, folgt Entsetzen, als man feststellen muss, dass sämtliche Frauen des Ortes schwanger sind.</p>
<div id="attachment_1203" class="wp-caption alignright" style="width: 309px"><img title="verdammten" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/verdammten.jpg" alt="" width="299" height="230" /><p class="wp-caption-text">Wer kann da schon &#39;Nein&#39; sagen - Auch außerirdische Jugendliche haben Bedürfnisse.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die 61 Kinder, die infolge des mysteriösen Ereignisses geboren werden, ähneln sich aufgrund ihrer blonden Haare und goldenen Augen nicht nur äußerlich erschreckend, sondern bilden offensichtlich auch zwei Kollektivintelligenzen: Eine männliche und eine weibliche. Zur Durchsetzung ihres Willens und ihrer Verteidigung machen die Kinder zudem hemmungslos von ihren erschreckenden psychischen Kräften Gebrauch. Die Ereignisse spitzen sich zu, als sich 9 Jahre später die doppelt so schnell reifenden Invasoren einem aufgebrachtem Mob von Einheimischen erwehren müssen und die Regierung der U.d.S.S.R. mittels Atomgranaten ein Dorf, in dem sich Ähnliches abgespielt hat, ausradiert. Da von der britischen Regierung kaum eine solch konsequente Lösung wie unter der kommunistischen Diktatur erwartet werden kann, schmuggelt der &#8220;Weise&#8221; von Midwitch, welcher aufgrund seiner Lehrtätigkeit das Vertrauen der Kinder genießt, eine Bombe in ihr Heim und sprengt sich mit ihnen in die Luft.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Vom gelungen Anfang&#8230;</h3>
<p style="text-align: justify;">An<em> Wyndhams</em> Roman, den man übrigens durchaus auch als literarischen Reflex auf die Paranoia vor einer kommunistischen Bedrohung in der McCarthy-Ära interpretieren kann, lässt sich gut die Verwandschaft von Aliens im Science Fiction mit den phantastischen Horror-Monstern und bedrohlichen Spukgestalten der Gothic-Novel erkennen. Zu Beginn schafft Wyndham mit seiner amüsanten Beschreibung der kleinen ländlichen Dorfgemeinde und ihrer Bewohner nebst dem aus der britischen Belletristik zur Genüge bekannten unterhaltsamen ironischem Unterton eine Atmosphäre der Normalität, die wenig später durch den Einbruch des Phantastischen jedoch grotesk konterkarriert wird &#8211; wodurch sich nicht nur bei den zeitgenössischen Lesern &#8216;Gruseln&#8217; einstellen dürfte. Die auftretenden Kollektivintelligenzen erinnern &#8211; auch durch ihre Fähigkeiten &#8211; eher an einen unerwünschten Besuch aus dem Jenseits denn an den unser lebenden Verwandtschaft vom Mars. Genretypisch werden dementsprechend die Hintergründe der &#8220;Invasion&#8221; im Verlauf des Romanes auch konsequent nicht aufgeklärt &#8211; weil mehr als ein BIick hinter den Schleier die Wirkung des phantastischen &#8220;Risses&#8221; in unserer Welt, welche typischerweise auch nur durch den Einsatz eines herausragenden Helden gerettet werden kann, sofort zunichte machen würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Insofern erscheint es auch ein wenig ungerecht, wenn man an diesen Roman, der trotz seiner 61 nordischen Aliens gerade kein Science Fiction ist, <a title="Rezension von Jim Melzig zu John Wyndham" href="http://www.x-zine.de/xzine_rezi.id_10870.htm">eine Erwartungshaltung heranträgt</a>, welcher der Text gar nicht gerecht werden kann.</p>
<h3>&#8230; zum enttäuschenden Rest</h3>
<p style="text-align: justify;">So vielversprechend der Roman auch beginnt &#8211; spätestens nach dem ersten Drittel stellt sich beim Leser Ernüchterung ein. Da die ironische Erzählhaltung ihre Schuldigkeit getan hat, wird sie zugunsten teilweise kruder Dialoge, die nun den Text gänzlich zu dominieren beginnen, fallen gelassen. Weil der Einbruch des Phantastischen dauerhaft geworden ist, muss <em>Wyndham</em> nun beständig mit rätselhaften Erscheinungen nachlegen, wenn der Roman seine Wirkung auf den Leser nicht verfehlen will. Er tut es trotzdem &#8211; weil sich die vielversprechende Stimmung des Anfangs in der Unterhaltung der Figuren untereinander nicht mehr einstellen will. So wenig die zweite Hälfte des Textes schon alleine literarisch überzeugen kann, so wenig kann sie es im Vergleich mit dem Beginn des Romans. Angesichts des Stilbruches fragt man sich, wo die Ursache zu suchen ist: Ob <em>Wyndham</em> nach den ersten 50 Seiten bemerkt hat, dass ihm einfach nicht genügend Raum zu Verfügung steht? Ob er an dem Roman einfach die Lust verloren hat? Ob ihm aufgegangen ist, dass seine anfängliche Strategie auf Dauer nicht erfolgreich sein kann? Ob er seinen Stoff nicht meistern konnte? Und zuletzt: Ob vielleicht nicht doch ein konsequenterer Schwenk in Richtung SF den Roman gerettet hätte?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;">Nach der Lektüre des spannenden Romanes <a title="John Wyndham: Die Triffids" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/07/10/john-wyndham-die-triffids/">Die Triffids</a> wirkt Wyndhams<em> Es geschah am Tage X</em> nur noch enttäuschender. Trotz eines vielversprechenden Anfanges gelingt es dem Autor nicht, seinen Stoff in eine Form zu bringen, die überzeugen kann. Das Ergebnis ist selten genug: Die Verfilmung des Romanes aus den 60er Jahren ist besser als seine literarische Vorlage.</p>
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		<title>Herbert Rosendorfer: Die Goldenen Heiligen oder Columbus entdeckt Europa</title>
		<link>http://dystopischeliteratur.org/2012/02/22/herbert-rosendorfer-die-goldenen-heiligen-oder-columbus-entdeckt-europa/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 22:22:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[nach Bewertung]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesrepublik Deutschland B.R.D.]]></category>
		<category><![CDATA[Überbevölkerung]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: center;">Rezension von Herbert Rosendorfers Roman &#8216;Die Goldenen Heiligen oder Columbus entdeckt Europa&#8217;</h1>
<h2 style="text-align: center;">Eine Buchbesprechung von Rob Randall</h2>
<p style="text-align: justify;"><img class="cover alignleft" title="Rosendorfer-Columbus" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Rosendorfer-Columbus.jpg" alt="" width="201" height="320" />In <em>Herbert Rosendorfers</em> umfangreichen Werk finden sich neben Kurzgeschichten, Erzählungen, Fernsehspielen und Libretti auch eine ganze Reihe phantastische Romane &#8211; und unter diesen auch die im Kolumbusjahr 1992 erschienen Parabel <em>Die Goldenen Heiligen oder Columbus entdeckt Europa</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Glaubt man zu Beginn der Lektüre noch, es hier mit einem Werk zu tun zu haben, das vor allem als humorvolle &#8211; und vor allem unterhaltsame &#8211; Spitze gegen die Eigenheiten der zeitgenössischen deutschen Gesellschaft  gedacht ist, so muss man bald feststellen: Die Geschichte der Entdeckung unserer Welt durch die höchst fremdartigen Außeriridischen erzählt bitterböse vom Untergang der indigenen Kulturen infolge der europäischen Expansion:</p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Eroberung der Welt</h3>
<p style="text-align: justify;">Denn wie einst die Azteken vor der Ankunft der Spanier (so legen zumindest einige historische Quellen nahe), so erwarten auch die Deutschen in Rosendorfers Roman den Anbruch einen neuen Ära: In diesem Falle das Wassermannzeitalter. Und allen vorneweg die Mutter des auktorialen Ich-Erzählers, welche als selbsternannte Esoterik-Expertin in den Außeridischen, die 1992 in der süddeutschen  Provinz landen und schon bald die <em>Goldenen Heiligen</em> genannt werden, in göttlichem Auftrag gesendete Wesen erblicken will. Auf der Suche nach einer &#8220;Botschaft&#8221; reist sie an die verschiedenen Landungsstellen, die in den nächsten Jahren bekannt werden. Kritik wird, obwohl es erste &#8220;Verluste&#8221; bei gewaltsamen Zusammenstößen und aufgrund von offensichtlichen Entführungen gibt, nicht zugelassen. Der öffentlichen Meinung zum Trotz können sich aber immerhin wenigstens ein paar Betroffene zu einer abweichenden Meinung durchringen &#8211; auch wenn diese ebenfalls kaum differenziert erscheinen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Unglücksfälle wie am Monte Fusa waren in Vyskov nicht zu verzeichnen. Die Goldenen Heiligen sandten nur einmal einen Strahl aus, der drei Kilometer weit ausfuhr und beim Zurückschnellen einen Vogelbauer mit drei Wellensittichen erfasste, der einer gewissen Witwe Krtkova gehörten. Auch die Wellensittiche &#8211; sie hießen Borivoy, Dalibor und Simson, gab die Krtkova im Fernsehen bekannt, die Tränen mit der Kittelschürze abwischend &#8211; nahmen die Goldenen Heiligen nebst Vogelbauer mit. &#8220;Das können keine guten Menschen sein&#8221;, sagte die Witwe. Das Fernsehen &#8211; und zwar jede Anstalt, die die Witwe interviewte &#8211; schenkte ihr drei neue Wellensittiche, [sodass] die Witwe Krtkova im Frühjahr 1995 über vierhundertfünfundsechzig Wellensittiche verfügte.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wer allerdings mit der europäischen Expansion in 15. und 16. Jahrhundert (nicht nur in Südamerika) vertraut ist, der weiß: Den noch vorsichtigen Erkundungsfahrten schlossen sich schon wenige Jahre später die Gründungen erster Siedlungen an, denen dann die schrittweise Inbesitznahme &#8211; einschließlich des Zusammenbruchs der indigenen Gesellschaften folgte. Gleiches geschieht auch hier: Schon wenige Jahrzehnte nach dem ersten Kontakt ist die menschliche Zivilisation am Ende. Für die aus blauen Glasperlen bestehenden <em>Vierpass</em> liefern die letzten menschlichen Siedlungen Holzschuhe an die Invasoren, die in immer größerer Zahl die Erde &#8220;bedecken&#8221;; die Bewohner der ummauerten und auf mittelalterliches Niveau herabgesunkenen Städte siechen aufgrund von Hunger, Krankheiten und der schädlichen Wirkung abhängig machender außerirdischer Apparaturen langsam dahin; Kollaboration aus Eigennutz verhindert den durchaus noch möglichen erfolgreichen Widerstand. Und auch das Ende ist bekannt: In Reservaten und Zoos schwinden die spärlichen Reste der eroberten Kulturen unter zuletzt doch noch interessiertem Blick &#8211; dieses Mal keinem menschlichen &#8211; dahin.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Beurteilung</h3>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Eine junge Frau, mit nichts als Birkenstock-Sandalen bekleidet, brach durch das Gebüsch auf die Straße und lief, schrecklich klappernd, in Richtung Paderborn. Monsignore Altmögen glaubte zunächst an eine zölibatäre Zwangsvision.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Man muss zugeben: Mit dem (immer noch) grassierenden Esoterikwahn und den (noch verbliebenen) religiösen Institutionen hat sich <em>Rosendorfer</em> sehr leichte Ziele für seinen Spott ausgesucht (selbst wenn es diese ihn möglicherweise selbst zu verschulden haben). Dafür ist dieser allerdings bestechend poinitiert und sehr amüsant geraten. Aber der Roman ist nicht wegen seinen an diesem Punkte vorgetragenen gesellschaftskritischen und eloquenten Attacken lesenswert, sondern aufgrund seiner gar nicht oberflächlichen parabolischen Darstellung der historischen Vorgänge. So mag zwar der Handel mit den völlig unnützen <em>Vierpass</em> bzw. Holzpantinen zuerst geradezu lächerlich erscheinen, bei genauerer Betrachtung stellt er sich aber nur als groteske Überzeichnungen der historischen &#8220;Erstkontakte&#8221; dar. So berichtet Columbus beispielsweise in seinem Bordbuch:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Sie nahmen sogar zerbrochene <em>Faßreifen</em> und gaben dafür wie Blödsinnige alles, was ihnen gehörte, so daß dieser Tauschhandel mir zuletzt unredlich erschien und ich ihn verbot. Ich gab ihnen tausend hübsche Kleinigkeiten&#8230;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">So wie es dem überlegenen europäischen &#8220;Gutmenschen&#8221; Kolumbus selbst in seiner schönfärbenden Selbstdarstellung nicht gelingt, den Seltenheitswert der (zudem noch!) metallenen Fassreifen für die Bewohner einer karibischen Insel zu erfassen, begreift der menschliche Leser bis zum Schluss nicht, warum die Eroberer verdammt noch mal so wild auf die schnöden Holzpantoffeln sind. Impliziert wird, dass auch aus der nicht dargestellten Perspektive der &#8220;Besucher&#8221; die Menschen &#8220;Blödsinnige&#8221; bzw. Primitive sind, die sich mit blauen Glaskugeln &#8211; &#8220;hübschen Kleinigkeiten&#8221; (die ebenfalls Seltenheitswert besitzen) &#8211; abfinden lassen. Das ist gar nicht schlecht gelungen &#8211; zumal sich die hier problematisierte Fremdwahrnehmung immer wieder auch in die andere Richtung lesen lässt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein bisschen zu überdeutlich gerät der Roman gegen Ende hin, als auch noch die Vorgeschichte der außerirdischen Entdeckungsfahrt explizit mit der Vorspiel der Kolumbusfahrt gleichgesetzt wird &#8211; wohl auch in der Absicht, das auch der letzte Leser den Bezug noch begreife. Dieses kann dem 280-Seiten-Roman insgesamt aber kaum noch schaden.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>Rosendorfer</em> gelingt es in <em>Die Goldenen Heiligen</em> witzige &#8211; und teilweise leichte &#8211; Unterhaltung mit tödlichem und tiefen Ernst zu verbinden, ohne dass der empfindsame Leser angesichts dieser grotesken Kombination bestürzt schlucken müsste (Es sei denn, er wartet auf den 21.12.2012). Überzeugend werden vor allem die historischen Vorgänge in einer phantastische Begegenung der Menschheit mit Außerirdischen &#8211; bzw. genau umgekehrt &#8211; gespiegelt. Ein durchaus empfehlenswerter Roman.</p>
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		<title>H. G. Wells: Der Luftkrieg</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 05:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<table cellpadding='10'><tr><td valign='top' align='left'><p>Categories: <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-bewertung/empfehlungen/" title="Alle Artikel in Empfehlungen ansehen" rel="category tag">Empfehlungen</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/katastrophenromane/" title="Alle Artikel in Katastrophenromane ansehen" rel="category tag">Katastrophenromane</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/klassiker/" title="Alle Artikel in Klassiker ansehen" rel="category tag">Klassiker</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-bewertung/" title="Alle Artikel in nach Bewertung ansehen" rel="category tag">nach Bewertung</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/nach-typ-des-werkes/" title="Alle Artikel in nach Typ des Werkes ansehen" rel="category tag">nach Typ des Werkes</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/category/rezensionen/" title="Alle Artikel in Rezensionen ansehen" rel="category tag">Rezensionen</a></p><p>Tags: <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/bundesrepublik-deutschland-b-r-d/" rel="tag">Bundesrepublik Deutschland B.R.D.</a>, <a href="http://dystopischeliteratur.org/tags/u-s-a/" rel="tag">U.S.A.</a></p>Rezension zu H. G. Wells Roman &#8216;Der Luftkrieg&#8217; Eine Buchbesprechung von Rob Randall H. G. Wells, der amerikanische Altmeister des Science Fiction, entwarf mit Der Luftkrieg schon 1908 das literarische Szenario eines vernichtenden Weltkrieges, das seiner Zeit weit voraus war: Nicht unbedingt nur deshalb, weil es 6 Jahre später tatsächlich zu einem militärischen Konflikt mit dem deutschen Reich kommen sollte &#8230;<br /> <a href="http://dystopischeliteratur.org/2012/02/09/h-g-wells-der-luftkrieg/">Den ganzen Artikel lesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><table width='100%'><tr><td align=right><p><b>(<a href='http://dystopischeliteratur.org/2012/02/09/h-g-wells-der-luftkrieg/' title='H. G. Wells: Der Luftkrieg'>Read more...</a>)</b></p></td></tr></table></td></tr></table>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: center;">Rezension zu H. G. Wells Roman &#8216;Der Luftkrieg&#8217;</h1>
<h2 style="text-align: center;">Eine Buchbesprechung von Rob Randall</h2>
<p><img class="cover alignleft" title="wells-luftkrieg" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/wells-luftkrieg-193x300.jpg" alt="Wells Der Luftkrieg" width="193" height="300" /></p>
<p style="text-align: justify;"><em>H. G. Wells</em>, der amerikanische Altmeister des Science Fiction, entwarf mit <em>Der Luftkrieg</em> schon 1908 das literarische Szenario eines vernichtenden Weltkrieges, das seiner Zeit weit voraus war: Nicht unbedingt nur deshalb, weil es 6 Jahre später tatsächlich zu einem militärischen Konflikt mit dem deutschen Reich kommen sollte &#8211; sondern vor allem aufgrund der von ihm beschriebenen Kriegsführung. Denn in <em>Wells</em> Vision entscheidet nicht mehr die Stärke der britischen See- oder der deutschen Landstreitkäfte über Sieg und Niederlage, ausschlaggebend für den Sieg ist alleine die technische Vervollkommnung der allen anderen Waffengattungen weit überlegenen Luftwaffe.</p>
<p style="text-align: justify;">Was 5 Jahre nach dem ersten Motorflug der Gebrüder Wright zu Beginn noch vornehmlich als Warnung vor der aeronautischen Bestrebungen des Deutschen Reiches oder vor der <em>Gelben Gefahr</em> gelesen werden kann, gerät angesichts der dramatischen Folgen des Krieges zuletzt zur  Klage über die von den westlichen Nationen gegeneinander gerichteten Hochrüstung: Dementsprechend deutlich resümiert <em>Wells</em> auktorialer Erzähler abschließend im Rückblick auch, dass die Selbsterfleischung der unvergleichlich hoch entwickelten westlichen Staaten letztendlich in einen nie gekannten <em>zivilisatorischen Absturz</em> gemündet habe. Das unglaubliche Potential der Technik sei aufgrund nationalistischer Verirrungen nicht sinnvoll genutzt worden &#8211; Die Erfolge der letzten Jahrhunderte &#8211; in Wells warnender Vision- dahin. Alle.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Eine Welt gegen die Wand geflogen</h3>
<p style="text-align: justify;">Dabei beginnt die abenteuerliche Geschichte des höchst durchschnittlichen und immer wieder von Erzähler mit witzigen Bemerkungen bedachten Protagonisten <em>Bert Smallways</em> höcht optimistisch. Wie so viele seiner Mitmenschen teilt <em>Bert</em> die Begeisterung für Errungenschaften der modernen Technik, die sich gegenständlich in seinem geliebten Motorrad oder der vor seiner Haustür errichteten Londoner Hochbahn manifesteren. Und wenn Fortschritt vor allem als &#8220;Beschleunigung der Fortbewegung&#8221; verstanden wird, verwundert es auch nicht, dass er mit aller Welt gebannt darauf wartet, dass der erste Erfinder sein steuerfähiges Fluggerät präsentiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Der euphorische Fortschrittsoptimismus wird zu Beginn allerdings so lange enttäuscht, dass kaum noch einer an den Erfolg des sehr praktisch veranlagten Erfinders <em>Mr. Butteridge</em> glauben mag, als letzterer endlich die Konstruktion eines sogar recht schnellen und wendigen Flugzeugs verkündet. Leider will der vornehmlich an Geld und Ruhm interessierte <em>Mr. Butteridge</em> die Pläne nur demjenigen überlassen, der ihn dafür fürstlich entlohnt. Sein vielversprechendes Vorhaben, die Pläne an das deutsche Reich zu verkaufen werden aber von <em>Bert</em> vereitelt: Aufgrund eines Missgeschicks hebt er mit dem Ballon des Erfinders, in dem sich auch die Konstruktionszeichnungen befinden, ab und wird später von der deutschen Luftflotte aufgegriffen, die sich gerade auf dem Weg in die U.S.A. befindet, um mit einem Überraschungsangriff auf New York den Krieg zu eröffnen. Obwohl die deutschen Offiziere nach einiger Zeit erkennen müssen, dass es sich bei <em>Bert</em> leider nicht um den hochgeschätzten Erfinder <em>Butteridge</em> handelt, sondern um einen wenig intelligenten Londoner Fahrradmechaniker, werfen sie ihn freundlicherweise nicht von Bord.</p>
<p style="text-align: justify;">Als hart arbeitendes Mitglied der Besatzung erlebt der mit der Situation teilweise stark überforderte Protagonist nun die gewaltigen Luftschlachten über der amerikanischen Metropole sowie die entsetzlichen Verluste, welche die deutschen Bomben unter der unbeugsamen Bevölkerung anrichten. Als die heimlich konstruierte chinesische Luftflotte in die weltweiten Kämpfe eingreift, wird auch <em>Bert</em> Zeppelin abgeschossen. Trotz chinesischen und deutschen Soldaten gelingt es ihm von der Insel, auf welcher er &#8220;gestrandet&#8221; ist, zu entkommen. Während der Begegnung mit den ersten Amerikanern erkennt er den Wert jener Konstruktionspläne, welche er immer noch bei sich führt. Obwohl sie dem amrikanischen Präsidenten übergegeben werden, vermag <em>Berts</em> Einsatz die westliche Welt nicht mehr zu retten: Während er nach einer monatelangen Odyssee endlich in seine zerstörte Heimat zurückkehren und seine geliebte <em>Edna</em> kann, tobt der Krieg unentschieden weiter. Unbeachtet von den Menschen, die auf mittelalterlichem Niveau gegen Hunger, Pest und Übergriffe um ihr Leben kämpfen, ringen irgendwo die Mächtigen weiter um die Weltherrschaft.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Angriff auf New York</h3>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 282px"><a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de"><img class="" title="Zeppelinangriff" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Zeppelinangriff.jpg" alt="Luftkrieg Deutsches Reich" width="272" height="444" /></a><p class="wp-caption-text">Deutsche Kriegspropaganda aus dem Ersten Weltkrieg. Quelle: Bundesarchiv, Bild 146-2008-0051 Lizenz: CC-BY-SA 3.0</p></div>
<p style="text-align: justify;">Zugegeben: Natürlich erscheinen uns heutigen Lesern die technischen Details der <em>Luftschiffe</em>, die erst im Laufe der Geschichte moderner wirkenden Flugzeugen weichen, genauso antiquiert wie die Art und Weise, in welcher die Zeppeline als &#8220;Schlachtschiffe der Luft&#8221; einander Richtung Erdboden schicken. Und auch die Vorstellung, dass sie als &#8220;Basisstationen&#8221; Schwärme von bewaffneten <em>Lilienthal&#8217;schen Fluggleitern</em> hinter sich her ziehen, ist &#8211; vorsichtig formuliert &#8211; äußerst gewagt. Allerdings wirken die Beschreibungen der verheerenden Bomben- und Granatenangriffe auf amerikanische bzw. europäische Großstädte mit Blick auf die Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges geradezu prophetisch. Denn schon im ersten Weltkrieg bombardierten Zeppeline strategisch wichtige Gebäude der Kriegsgegner und flogen deutsche Gotha-Bomber Angriffe gegen London, denen hunderte Menschen zum Opfer fielen*. Selbst die strategischen Folgen der zukünftigen Kriegstechnik antizipiert <em>Wells</em>, wenn er explizit betont, dass die Luftüberlegenheit zur endgültigen Bezwingung eines Gegners nicht ausreiche, weshalb auch der deutsche Angriff  &#8211; trotz der angerichteten Zerstörungen &#8211; gegen New York auch nicht von Erfolg gekrönt ist. Richtig erkennt er den Wert der Luftwaffe in ihrer Verwendung als Terrorinstrument und als Unterstützung der Landstreitkräfte &#8211; auf sich allein gestellt führen sie im Roman letztendlich zu einer (bei Wells insgesamt zu stark überzeichneten) Verewigung des Krieges.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist dementsprechend nachvollziehbar, dass <em>Wells</em> die Beschreibung der Luftschlachten breit anlegt, findet sich hier doch das eigentlich Neue des Romans. Allerdings beginnen diese Ausführugnen aufgrund ihres Wiederholungscharakters den heutigen Leser gegen Ende nicht nur ein wenig zu ermüden. Genießen kann man dabei aber immer noch die Ästhetik der gelungenen Beschreibungen &#8211; vor allen Dingen auch der veralteten technischen Details &#8211; aber immer noch; denn Wells Stil ist nicht nur ästhetisch und schön, sondern auch präzise, genau &#8211; und häufig sehr unterhaltsam.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Boshafte Erzählhaltung</h3>
<p style="text-align: justify;">Scheinbar geradezu konterkariert werden die entsetzlichen Vorgänge des Romanes durch die eigenwillige &#8211; und vor allem mit Blick auf den symphatischen Protagonisten manchmal höchst spöttische Haltung des Erzählers. In geradezu boshaften, aber unterhaltsamen Seitenhieben wird desöfteren nicht nur <em>Bert Smallways</em> tumbe Naivität gegeißelt, sondern auch seine Rolle in der ganzen Geschichte wenig schmeichelnd bewertet:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Bert saß im Hintergrund &#8211; man hatte inzwischen seinen Wert inzwischen ziemlich richtig abgeschätzt&#8230; und hörte zu. Und während die anderen redeten, zogen an seinem schwankenden Geist seltsame ungeheuerliche Vorstellungen vorüber&#8230; Vorstellungen von einer hereingebrochenen Krise ganzer Nationen, die sich in wildem Tumult vorwärts wälzten, von vernichteten Weltteilen, von Hungersnot und unermesslicher Verwüstung</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich ist <em>Bert</em> alles andere als ein Held. Als Durchschnittsmensch wird er von den Beschlüssen der Großen und Mächtigen, welche selbst allerdings auch nur vermeinen, die weltgeschichtlichen Ereignisse in ihrem Sinne lenken zu können, bestimmt. Man fühlt einfach mit ihm mit. Zum anderen ist er Opfer globalen Entwicklungen, die nicht nur seine intellektuellen Fähigkeiten herausfordern, sondern &#8211; so wünscht zumindest <em>Wells</em> &#8211; auch die des Leser. Vielleicht zu deutlich schließt der Roman dann auch:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Irgendwer hätte irgendwo irgend etwas verhindern müssen. Aber wer oder wie oder warum &#8211; das lag alles jenseits seines Horizontes.</p>
</blockquote>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>Wells Der Luftkrieg</em> ist trotz seines Alters ein immer noch sehr lesenswerter Roman: zum einen nimmt diese dunkle Warnung viele spätere Entwicklungen des 20. Jahrhunderts vorweg, zum anderen ist <em>Wells</em> Erzählstil nicht nur geschliffen, sondern sehr häufig auch einfach witzig. Dass der heutige Leser sich stellenweise durch manche Länge kämpfen muss, ist nicht dem Autor, sondern schon dem Alter des Romanes, der mir dennoch sehr viel Spaß gemancht hat, anzulasten.</p>
<p><em>*Christopher Cole/E.F. Cheesman, The Air Defence of Great Britain 1914-1918, London 1984; Walter Raleigh/H.A. Jones, The War in the Air, vol. V, Oxford 1934, S. 20ff.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ann Aguirre: Die Enklave</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 06:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
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<p style="text-align: justify;">Vor knapp 5 Jahren konnte der russische Autor <em>Dimitry Glukhovsky</em> mit seiner untergründischen Moskauer Postapokalypse <a title="Dmitry Glukhovksy: Metro 2033" href="http://dystopischeliteratur.org/2010/07/12/dmitry-glukhovksy-metro-2033/">Metro 2033</a> weltweit beachtliche Erfolge verbuchen. Anfang diesen Jahres gelangte mit <em>Ann Aguirres Die Enklave</em> nun aus dem Westen  &#8211; genauer gesagt den U.S.A. &#8211; eine düstere Zukunftsvision mit ähnlichem Setting auf den deutschen Buchmarkt. Auch sie gewann hierzulande schnell viele Fans. Und das verwundert, wenn man den Roman einmal genauer betrachtet, nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotz des ununterbrochenen Kampfes gegen Chaos, Hunger und die gefährlichen &#8216;Freaks&#8217; (welche übrigens an Glukhovskys &#8216;Schwarze&#8217; erinnern) überlebt, nachdem der Mensch seine Umwelt endgültig in eine Hölle verwandelt hat, in der New Yorker U-Bahn seit Generationen eine kleine, jeden geschriebenen Buchstaben sammelnde Gemeinschaft.  Deren Angehörigen werden aufgrund der finsteren Lebensumstände allerdings nicht sehr alt. Der Tod ist so alltäglich, dass Kinder ihre Nummer in einem Rituals erst dann gegen einen Namen tauschen, wenn sie 15 geworden sind. Und da der Blutstropfen von <em>Mädchen15</em> gleich zu Beginn auf das Wort &#8220;Zwei&#8221; fällt, wird die sympathische Protagonistin dieses als Namen auch bis zum Ende des 340-Seiten-Romanes tragen. Als ausgebildete &#8216;Jägerin&#8217; ist es nicht nur ihre Aufgabe, in den Tunneln gemeinsam mit ihrem rätselhaften Partner <em>Bleich</em> nach Nahrung zu suchen, sondern auch die &#8216;Bälger&#8217;, die &#8216;Schaffer&#8217; und die &#8216;Zeuger&#8217; gegen die hungrigen &#8216;Freaks&#8217; zu verteidigen, die in zunehmenden Maße die Gemeinschaft bedrohen. Doch <em>Zweis</em> Karriere als Jägerin im Dienste der Gemeinschaft währt nur kurz: Als sie erkennen muss, dass die Anführer immer wieder in ungerechter Weise Einzelne opfern, um den Zusammenhalt der Gruppe sicherzustellen, und dabei selbst vor hinterhältigem Mord nicht zurückschrecken, tritt sie für einen ihrer Freunde ein &#8211; und wird an die Oberfläche verbannt. Was als Todesurteil gedacht war, entwickelt sich für <em>Zwei</em> und <em>Bleich</em>, der sie freiwillig begleitet, zur Suche nach einem besseren Leben in den überwucherten Ruinen von New York &#8211; und darüber hinaus.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl der unterirdische Mikrokosmos, der sich in der New Yorker U-Bahn nach einer angeblichen Umweltkatastrophe entwickelt hat, bei weitem nicht so vielgestaltig ausfällt wie jener in den Moskauer Tunneln, wartet <em>Aguires</em> liebevoller Entwurf doch mit zahlreichen Details auf, welche der beschriebenen Gesellschaft Leben verleihen &#8211; allerdings ein wirklich düsteres und gefahrenvolles. Der hier vorgestellte zivilisatorische Rückschritt, der die jugendliche Gemeinschaft des Romanes prägt, hat mir insgesamt gut gefallen; weit entfernt davon, Muster aus Goldings <a title="Willam Golding: Herr der Fliegen" href="http://dystopischeliteratur.org/2010/11/21/willam-golding-herr-der-fliegen/">Herr der Fliegen</a> zu kopieren, wirkt der Rückfall in Rituale, die an den Anbeginn der Menschheit erinnern, für einen Jugendroman überraschend glaubhaft.</p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch erfindet Aguire das Genre nicht neu: Die frisch gekürten 15-jährigen &#8216;Jägerin&#8217; <em>Zwei</em> muss sich nicht nur wie die Kriegerin <em>Katniss</em> aus <a title="Suzanne Collins: Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/01/30/suzanne-collins-die-tribute-von-panem-toedliche-spiele/">Die Tribute von Panem</a> in zahlreichen Zweikämpfen gegenüber anderen Menschen bzw. Jägern bewähren, sondern auch wie <em>Glukhovskys</em> Hauptfigur <em>Artjom</em> in den unübersichtlichen Tunneln gegen mysteriöse und geheimnisvolle Gegner kämpfen. Das gerät aber insgesamt spannend &#8211; und dieses, im Gegensatz zu Metro 2033, bis zum Ende hin: Denn <em>Aguire</em>s junge Helden kämpfen nicht nur im Untergrund, sondern verlassen diesen später auch &#8211; wodurch die Handlung, doch abwechslungsreich wirkt. Hierfür sorgt auch der Konflikt mit den gesellschaftlichen Strukturen, in den die Protagonistin schon bald &#8211; wenn auch weitgehend wider Willen &#8211; gerät. Dabei wird aber auch deutlich, dass das Erzählmuster, dessen sich der Roman bedient, so ganz neu nicht ist: In zahlreichen Postapokalpysen schließt sich an den für dystopische Romane typischen Konflikt zwischen Protagonisten und gesellschaftliche Ordnung eine abenteuerliche Flucht aus einem unterirdischen Refugium an, das in der Suche nach einer besseren Zukunft &#8211; die meistens auch gefunden wird &#8211; mündet (so z.B. in Zwerenz&#8217; <a title="Gerhard Zwerenz: Der Bunker" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/07/28/gerhard-zwerenz-der-bunker/">Der Bunker</a>, Scheers <a title="K. H. Scheer: Die Großen in der Tiefe" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/09/17/k-h-scheer-die-grosen-in-der-tiefe/">Die Großen in der Tiefe</a> oder (zum Teil) Königs <a title="Dieter König: Feuerblumen" href="http://dystopischeliteratur.org/2011/02/19/dieter-konig-feuerblumen/">Feuerblumen</a>).</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>Ann Aguirre</em>s postpokalyptischer Roman <em>Die Enklave</em> wartet mit einer ganzen Reihe von Motiven bzw. Handlungselementen auf, die man aus älteren Romanen schon kennt &#8211; insofern bietet er wenig Neues, wenn man von der gelungenen Gesellschaftsgestaltung im Untergrund einmal absieht. <em>Aguire</em> gelingt es jedoch, daraus einen spannenden und unterhaltsamen Jugendroman zu stricken, der im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des Genres keine Monotonie aufkommen lässt.</p>
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		<title>Daniel H. Wilson: Robocalypse</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 14:46:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: center;">Rezension von Daniel H. Wilsons Roman &#8216;Robocalypse&#8217;</h1>
<h2 style="text-align: center;">Eine Rezension von Stephan &gt;&gt;Sawmaniac&lt;&lt; Winkowski</h2>
<p style="text-align: justify;"><img class="cover alignleft" title="Robocalypse" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/robocalypse.jpg" alt="" width="190" height="296" />„Klingt ziemlich nach Terminator, nur ohne Zeitreise und Arnold.“ Das war meine erste Reaktion als ich vom Buch „Robocalypse“, geschrieben von <em>Daniel H. Wilson</em>, gehört habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch mehr konnte man dem Buch nicht Unrecht tun, denn mit unserem zu Tode gemolkenen Lieblingsfranchise hat der Roman nur am Rande etwas gemein. Aber eins nach dem anderen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst einmal der erste Eindruck, den man erhält, wenn man das Buch zum ersten Mal in Händen hält: Die Ecken sind abgerundet und es schaut einem auf dem Cover ein harmloses Robotergesicht entgegen, bei dem man unwillkürlich an den Film „I-Robot“ denken muss. Klappt man das Buch auf und faltet die Umschlagklappen auseinander, bekommt man das wahre Gesicht unseres metallischen Freundes zu sehen. Ziemlich nett gemacht.</p>
<h3>Über den Autor:</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>Daniel H. Wilson</em> (geb. 1978) besitzt einen Doktortitel in Robotik und hat bereits ein paar Publikationen zum Thema Roboter veröffentlicht, beispielsweise eine Anleitung zum Überleben eines Roboteraufstands. Des Weiteren war er in mehreren Dokumentationen des History Channels als Gast zu sehen und ist regelmässiger Kolumnist des Magazins <em>Popular Mechanics</em>. Zur Zeit lebt er in Portland, Oregon in den USA.</p>
<h3>Der Inhalt</h3>
<p style="text-align: justify;">Gegliedert ist das Buch in 5 Teile, welche die einzelnen Phasen des Krieges gegen die Roboter darstellen &#8211; plus einer Vorbesprechung. Man fängt also an zu lesen und das erste, das man feststellt, ist, dass der Krieg bereits vorbei ist und die Menschheit gewonnen hat. Die Geschichte wird anhand von Aufzeichnungen nacherzählt, die man nach der finalen Schlacht in einem schwarzen Kasten gefunden hat. Dieser Kasten stellt gewissermaßen die Black Box dar, die den gesamten Krieg aufgezeichnet hat. Eingeleitet werden diese Episoden aus dem Krieg durch den Finder der Black Box, <em>Cormac »brightboy« Wallace</em>. Dieser erläutert zu Beginn eines jeden Abschnitts um welche Art der Aufzeichnung es sich handelt (Überwachungskamera, Verhör, Tagebuch, etc.) und welche Personen in der Aufzeichnung vorkommen. Anschließend folgt die eigentliche Aufzeichnung und zum Schluss ein erneuter kleiner Absatz von <em>Wallace</em>, in dem erläutert wird wie es weiter geht oder welchen Einfluss das Ereignis hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Da es meiner Meinung nach eine Todsünde wäre zu viel von diesem Buch zu verraten will ich mich nur auf kleinere Dinge aus den Anfangskapiteln beschränken.</p>
<p style="text-align: justify;">Der erste Teil der Geschichte heißt <em>Vereinzelte Zwischenfälle</em> und beschreibt zunächst, wie es <em>ARCHOS</em>, einer im Labor geschaffenen künstlichen Intelligenz gelingt, aus diesem zu entkommen. Hierauf folgen einzelne Episoden, die zusammenhanglos erscheinen und von Fehlfunktionen verschiedenster Roboterarten handeln. Der Roman spielt nämlich einige Jahre in der Zukunft, zu einer Zeit, in der Haushalts- und Militärroboter bereits Realität und fester Bestandteil des Alltags sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Der zweite Teil handelt von der so genannten<em> Stunde Null</em>, also jenen Moment, in dem die Maschinen durchdrehen und sich gegen die Menschen stellen. Die Rebellion ist erschreckend realistisch gemacht. Hier gibt es zwar auch Militärroboter, bzw. Minen, die wahllos Menschen in die Luft jagen, aber ich persönlich fand die automatischen PKWs am heftigsten, die mitsamt ihren Insassen auf Kollisionskurs gehen und Jagd auf Fußgänger machen. Auch wird auf den beginnenden Überlebenskampf der Menschen eingegangen. Die Protagonisten des ersten Kapitels finden sich in verschiedenen Situationen wieder und jeder muss nun einen Weg finden, seine eigene Existenz zu sichern. Der ständige Wechsel dieser Situationen ist zwar immer ein wenig abrupt, er bleibt aber dadurch ziemlich abwechslungsreich und spannend.</p>
<p>Mehr möchte ich an dieser Stelle aber nun wirklich nicht verraten.</p>
<h3>Beurteilung<strong></strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Die dokumentarische, „abschnitthafte“ Erzählweise des Buches hat mir sehr gut gefallen und die Lösungen und Herangehensweisen sowohl der Roboter als auch der Menschen haben mich ein ums andere Mal überrascht (Es sind nicht die Roboter, die alles verwüsten). Das Szenario wirkt so realistisch, dass man sich sehr gut vorstellen kann, dass ein solcher Aufstand tatsächlich so ablaufen könnte. Auch die unterschiedliche Betrachtungsweise der Roboter (Für manchen sind sie das absolute Böse, für andere wiederum nur „krank“ geworden) hat mir sehr gut gefallen. Die Gesellschaftskritik kommt zudem nie mit dem erhobenen Zeigefinger daher und der Roman verzichtet dankenswerterweise auf Hurra-Patriotismus.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;">Wie eingangs schon erwähnt, habe ich dem Buch unrecht getan, denn abschließend ist das einzige, was mir gar nicht gefällt, der etwas einfallslose Titel. Trotzdem macht es ziemlichen Spaß, die Geschichte zu lesen und es überrascht mich keine Sekunde, dass Steven Spielberg auf das Buch aufmerksam geworden und an einer Verfilmung arbeitet.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>James Dashner: Die Auserwählten &#8211; Im Labyrinth</title>
		<link>http://dystopischeliteratur.org/2012/01/29/james-dashner-die-auserwahlten-im-labyrinth/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 13:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RobRandall</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: center;">Rezension des ersten Teiles &#8216;Im Labyrinth&#8217; der Jugendbuchtrilogie &#8216;Die Auserwählten&#8217; von James Dashner</h1>
<p style="text-align: justify;"><img class="cover alignleft" title="Dashner-Auserwählten" src="http://dystopischeliteratur.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Dashner-Auserw%C3%A4hlten.jpg" alt="" width="214" height="300" /></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt Rezensionen, die sind unmöglich: Nicht, weil sie eloquent an einem Buch vorbei geschrieben sind  &#8211; auch das kommt gelegentlich vor -, sondern weil sie als Text, wie der hier vorliegende über <em>James Dashners</em> Jugendroman <em>Die Auserwählten &#8211; Im Labyrinth</em>, mit jedem Wort das Eigentliche unberührt lassen müssen, wenn sie dem Werk nicht seine rätselhafte Atmosphäre rauben wollen. Denn gerade diese macht den Roman aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich ahnen sowohl der jugendliche als auch erwachsene Leser deutlich , dass mit der Welt, die der Autor aus Georgia da entwirft, etwas nicht stimmen kann. Dass sie auch in der literarischen Fiktion nicht &#8216;real&#8217;  sein kann. Zu deutlich sind die Hinweise, wenn sich der 15-jährige Protagonist ohne Erinnerung an seine Vergangenheit im Zentrum eines riesigen Labyrinthes wiederfindet, dessen Wände nicht nur ihn und vier Dutzend seiner Altersgenossen jede Nacht auf der schützenden <em>Lichtung</em> einschließen, sondern auch den Weg zu einem potentiellen Ausgang verändern. Selbst wenn damit noch nicht viel verraten erscheint, beginnt man doch, dem Rätselraten des zwar verblüfften, aber insgesamt seltsam wenig verwirrten Protagonisten, vorzugreifen &#8211; auch wenn dieser schon von Beginn an weiß, dass er einer jener 8 <em>Läufer</em> werden muss, die jeden Tag aufs neue für die gut organisierte Gemeinschaft den Irrgarten auf der Suche nach einem Fluchtweg  durchstreifen und dabei den gefährlichen <em>Griewern</em> auszuweichen versuchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sagt man aber nicht schon viel zuviel, wenn man feststellt, dass der spannende Roman natürlich nicht in das Genre der Fantasy gehört, sondern in das des Science Fiction? Weil mit der Hauptfigur, aus dessen Sicht der 480-Seiten-Roman erzählt wird, ununterbrochen der Leser nach einer rationalen und wissenschaftlichen Erklärung dafür sucht, dass die <em>Schöpfer</em> die Jungen mittels der <em>Käferklingen</em>, kleinen Maschinen, beobachten, jeden Tag ihre Gefangenen von einer merkwürdig künstlich wirkende Sonne vom regen- und wolkenlosen Himmel bescheinen lassen und zudem an der <em>Klippe</em> ihre <em>Griewer</em>, Mischungen aus Tier und Maschine, im Nichts verschwinden können? Und sogar um einen dystopischen Science Fiction, weil die von den <em>Griewern</em> verletzten Opfer angesichts ihrer teilweise wiedergewonnen entsetzlichen Erinnerungen an die &#8220;Welt da draußen&#8221; und geheimnisvollen &#8220;Brand&#8221; innerlich verstocken?</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht wäre es  besser, sich in der Besprechung eines solchen Jugendromanes einfach auf die Elemente der Handlung zu konzentrieren, die zu jedem gelungenen Vertreter des Genres gehören: Die Suche eines jungen Menschen nach sich selbst, seiner Bestimmung und seinem Platz in einer Gemeinschaft sowie die Frage nach dem Sinn des Daseins. Ersteres vorgeführt in der Übernahme des amüsanten jugendsprachlichen Wortschatzes durch den <em>Frischling</em>, zweiteres versinnbildlicht im <em>klonck</em> Labyrinth. Das beginnende Interesse an einem fremdenartigen Mädchen, das in merkwürdig enger Verbindung zum eignen Dasein steht &#8211; und das ein Ende der bisher bekannten Jungenwelt einläutet. Mit dessen Erscheinen es heißt: <em>Alles wird anders werden.</em></p>
<p style="text-align: justify;">An einem kommt man aber trotz aller neugierig machenden Verklausulierungen als Rezensent einfach nicht vorbei: An der Kritik des Missglückten: Hier am erzähltechnischen Patzer, wenn die Reflektorfigur gegen Ende plötzlich deus-ex-machina visonär die Lösung aller Rätsel findet, jene aber dem Leser unerwartet auktorial vorenthalten wird. Und der nicht glücklichen Entscheidung des 39-jährigen Autors, dem eigentlich gelungenen Showdown, der die spannende Handlung dieses Pageturners abschließen sollte, eine weitere Reihe von kleinen Abenteuern anzufügen, die in den zweiten Band überleiten, welcher im Englischen auch schon erschienen ist.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;">Als Lösung bleibt eigentlich da nur, sich am Ende von der Sache selbst zu lösen auf das eigene Empfinden zurückzuziehen, indem man feststellt: Der erste Teil von <em>James Dashners</em> Trilogie <em>Die Auserwählten </em>ist so spannend und rätselhaft, dass selbst seine strukturellen Schwächen am Ende kaum zu Buche schlagen. Und letztendlich: Auf die deutsche Fortsetzung aus <em>dem Chicken House Verlag</em> zu warten.</p>
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