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Rezension zu Susanne Winnackers dystopischem Debütroman “Weepers … und sie werden dich finden”
Eine Buchbesprechung von chaosbärchen
“Weepers … und sie werden dich finden” ist der Auftakt zu einer dystopischen Trilogie und bereits 2012 unter dem Originaltitel “The Other Life” erschienen. Der zweite Band soll als deutsche Übersetzung ab März 2014 unter dem Titel “Weepers – wenn die Nacht Augen hat” (Originaltitel “Life Beyond”) erhältlich sein.
(Aktuelles dazu auf dem Blog der Autorin: http://susannewritesfiction.blogspot.de/p/about.html)
Der Hintergrund
In Los Angeles ist ein mutiertes Tollwutvirus ausgebrochen und hat sich unkontrolliert ausgebreitet. Die Menschen werden aufgefordert, sich in privaten oder öffentlichen Bunkern in Sicherheit zu bringen und abzuwarten, bis das Militär wieder alles im Griff hat. Zu Beginn stehen noch viele Menschen in Funkkontakt untereinander und zur Regierung. Es stellt sich jedoch heraus, dass es sich bei dem Militärfunk um eine Bandansage gehandelt hat, und schließlich bricht der Funkverkehr völlig ab.
Die Story
Die 15jährige Sherry lebt nun schon seit über drei Jahren mit ihren Eltern und Großeltern sowie ihren beiden jüngeren Geschwistern in einem selbst gebauten Bunker unter ihrem Haus. Als die Vorräte trotz strikter Rationierung – und obwohl ein halbes Jahr zuvor der Großvater gestorben ist – komplett aufgebraucht sind, ist die Familie gezwungen, den Bunker zu verlassen, um dem baldigen und sicheren Hungertod zu entgehen.
Sherry macht sich mit ihrem Vater auf den Weg nach draußen. Aber sie sind nicht darauf gefasst, wie sich die Welt nicht zuletzt in ihrem Viertel in der Zwischenzeit verändert hat. Los Angeles ist zerbombt und ausgestorben. Hier leben und wüten nachts die Weepers. Das sind Menschen, die sich mit dem mutierten Virus infiziert haben und deren Körper gewandelt wurde… zu Bestien, die nur noch eins im Sinn zu haben scheinen: Die Jagd auf Menschen!
Meine Meinung
Ich bin kein Fan von Zombie-Büchern und abgedrehten Horrorszenarien. Daher war ich beim Lesen anfangs sehr skeptisch. Diese Skepsis hielt die ersten zwei Drittel des Buches sogar noch an. Aber ich habe weiter gelesen, und dafür wurde ich auf den letzten Seiten dann mit einer kolossal unerwarteten Wendung belohnt, und das nicht zu knapp.
Das Buch wirft einige Fragen auf. Am meisten haben mich dabei Fragestellungen hinsichtlich des Tötens beschäftigt: warum es einem leichter fällt, ein Tier zu töten als einen Menschen, was den Menschen eigentlich menschlich macht, und wo genau die Grenze zum Tier ist, das seinen Körper als Waffe benutzt.
Außerdem steht natürlich das Thema Biowaffen und deren Test am Menschen im Zentrum.
Gut hat mir auch die sich anbahnende Liebesbeziehung gefallen, die in die Story eingeflochten wurde und das Ganze aufgelockert hat.
Fazit
Ein gelungenes Debüt im Jugendbuchsektor. Winnackers Geschichte hat durchaus Potential für zwei weitere Bände und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es weiter geht. Gerade wenn es eine dystopische Trilogie sein soll, ist eine Fortsetzung durchaus vielversprechend. Da sehe ich sogar großzügig über die Klischee-lastigen Kampfszenen hinweg, bei denen man vorher schon weiß, wer überleben und siegen wird.